Ausbildung oder Studium?

Hurra, Schulabschluss ist geschafft. Und jetzt soll es losgehen, das andere Leben. Nur welches ist das Richtige? Für Schulabgänger ist es gar nicht so einfach, eine Entscheidung zu treffen. Denn sie kann zumindest die nächsten Jahre, manchmal auch das gesamte weitere Berufsleben prägen.

Wer nach der Schule direkt in eine Ausbildung startet, arbeitet in erster Linie ganz praktisch. Die Berufsschule begleitet die Ausbildungszeit, im Mittelpunkt aber steht die Lehre im Betrieb. Die Bandbreite ist fast unendlich. Am liebsten lassen sich junge Leute heute zu Kaufleuten, Mechatronikern, Köchen oder Medizinischen Fachangestellten ausbilden. Aber auch Tischler, Goldschmiede oder Hutmacher gehören zum Spektrum der Lehrberufe.

Wer einige Jahre in eine Ausbildung investiert, hat eine gute Grundlage für das spätere Berufsleben gelegt. Darauf aufbauend sind je nach Leidenschaft, Talent und Durchhaltevermögen wiederum unzählige Qualifizierungen möglich. Nach einigen Gesellenjahren lockt mache die Meisterprüfung und der Schritt in die Selbstständigkeit. Aber auch Studiengänge an Fachhochschulen und Universitäten können für die zukünftige Karriere eine sinnvolle Ergänzung sein.

Schulabgänger, die sich für ein Studium entscheiden, wollen im Gegensatz zur Ausbildung noch einmal die Schulbank drücken. Wer nicht in einem Betrieb sondern an einer Hochschule lernt, der muss ebenfalls mindestens drei Jahre Zeit investieren. Die Bandbreite an Studiengängen ist fast so groß wie die der Ausbildungen. Technisch und analytisch begabte Schulabgänger interessieren sich vielleicht für die Informatik oder Ingenieursstudiengänge, wer gut mit Sprachen umgehen kann, ist bei den Geisteswissenschaften gut aufgehoben.

Ein Studium lohnt sich. Im Durchschnitt sind Studienabgänger weniger häufig arbeitslos und verdienen mehr Geld – wenn auch erst später als Auszubildende. Nicht vergessen sollten Studierende aber, dass auch ein praktischer Teil wichtig ist, um später schnell ins Berufsleben einsteigen zu können. Praktika und freie Mitarbeit werden je nach Studiengang dringend empfohlen. Hinzu kommen Auslandsaufenthalte, denn zumindest englische Sprachkenntnisse sind fast schon obligatorisch.

Haupt- und Realschüler, die später noch studieren wollen, müssen einen eisernen Willen mitbringen. In vielen Fällen müssen sie erst das Abitur nachholen oder aber eine Lehre absolvieren und einige Jahre arbeiten, um an einer Hochschule angenommen zu werden.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.