Privatdetektiv werden – das sollten Sie wissen

Grundsätzlich existiert aktuell deutschlandweit kein staatlich anerkannter Ausbildungsweg für das Berufsbild Detekitv bzw. Privatdetektiv. Interessenten können wahlweise fachspezifische Kurse, Lehrgänge oder ein Fernstudium absolvieren, um abschließend ein offizielles Zertifikat als ausgebildeter Privatdetektiv zu erhalten. Generell dient das Dokument, als transparenter Nachweis für die jeweilige Qualifikation des Prüflings. Für die konkreten Lerninhalte der Kurse gelten von offizieller Seite keine einheitlichen Regeln.

Demnach entscheidet der Ausbildungsweg über die tatsächlichen fachspezifischen Fähigkeiten des Absolventen, da nicht alle Detektive im Zuge ihrer Ausbildung identisches Fachwissen vermittelt bekommen. Wer sich lückenlos über sämtliche Bildungswege im Detektivgewerbe informieren möchte, sollte hierfür zwingend die ZAD (Zentralstelle für die Ausbildung im Detektivgewerbe) oder die IHK kontaktieren. Diese Einrichtungen dienen als Anlaufstelle, um relevante Prüfungen für den offiziellen Detektivschein abzulegen.

Das Aufgabenspektrum eines Privatdetektives ist überdurchschnittlich umfangreich und anspruchsvoll. Um sich langfristig erfolgreich in dem Beruf zu etablieren und sich einen überregional guten Ruf zu erarbeiten, sind mannigfaltige Schlüsselqualifikationen erforderlich. Neben einem guten Erinnerungsvermögen, einer stabilen Psyche, emotionaler Intelligenz, exzellenter Auffassungsgabe, Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit, Flexibilität, Belastbarkeit, physischer Fitness, Selbstverteidigungskenntnissen, Kommunikationsfähigkeit, technischem Verständnis und fortwährender Lernbereitschaft ist zudem unbedingt juristisches Fachwissen seitens des Detektivs erforderlich. Wer in einer Wirtschaftsdetektei tätig werden möchte, benötigt ergänzend einschlägiges Branchenwissen. Auf diese Weise sichern sich Detekitv und Detektei, die in der Regel verhältnismäßig oft im strafrechtlichen Graubereich agieren, zuverlässig vor möglichen strafrechtlichen Konsequenzen und Sanktionen ab. Die Ermittler müssen daher einen stetigen Spagat zwischen Legalität und rechtlicher Grauzone stemmen und sind dazu angehalten Beweismittel ausschließlich im Sinne legaler, rechtlicher Bestimmungen zu sichern. Andernfalls haben Beweise keine strafrechtliche Relevanz und können vor Gericht tatsächlich nicht zur Belastung herangezogen werden. Für eine transparente, plausible Beweisführung ist eine detaillierte Dokumentation Pflicht. Im Gegensatz zu Polizisten, fallen den Beschäftigten in einer Detektei, beispielsweise der LB-Detektive GmbH, keine hoheitlichen Sonderrechte zu. Die individuelle Privat- und Intimsphäre des jeweils Ausgespähten besitzt absolute Priorität.

Rechtliche Unbescholtenheit, stabile wirtschaftliche Verhältnisse und die Volljährigkeit des potentiellen Detektives sind ebenfalls essentiell. Wer Vorstrafen hat, minderjährig oder verschuldet ist, erhält prinzipiell niemals einen Detektivschein. Die „Türöffner“, um in einer Detektei zu arbeiten, sind daher breit gefächert. Ein Praktikum hilft bei der Entscheidung, ob dieser Berufszweig tatsächlich als “ Traumberuf“ zu verstehen ist.

(Bilderquelle: Pixabay.com – CC0 Public Domain)

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