Programmieren, Design, SEO: Wie Studenten als Freelancer arbeiten

freelancerWer sein Wissen aus der Uni vertiefen, etwas für den Lebenslauf tun und gleichzeitig etwas Geld verdienen möchte, der wird zuerst an eine Stelle als Werkstudent denken. Allerdings gibt es auch einen etwas anderen Trend: Immer mehr Studenten melden sich als Freelancer, um ihr Uni-Wissen in vielen unterschiedlichen Projekten auf die Probe zu stellen. Das bietet sich vor allem für Tätigkeiten wie Programmieren, Designen oder Digitales Marketing an.

Für Unternehmen bedeutet dies eine weniger bürokratische und günstigere Einstellung der Studenten. Und auch Studenten profitieren, fallen sie doch in der Regel unter die Kleinunternehmerregelung und müssen keine Steuern zahlen. Im Detail sieht das so aus:

  • Der Einkommensteuerfreibetrag liegt bei 8.820 Euro im Jahr – erst ab diesem Betrag muss die Einkommensteuer gezahlt werden. Allerdings steigt diese langsam an: Es ist nicht so, als müsste man direkt einen Großteil seiner Einnahmen an den Staat abgeben, wenn man den Freibetrag überschreitet.
  • Die Umsatzsteuer muss im Zuge der Kleinunternehmerregelung erst ab 17.500 Euro im ersten oder vorigen Jahr bzw. 50.000 Euro im folgenden Jahr berechnet werden.

Bei Tätigkeiten, die nicht unter die Katalogberufe fallen, muss neben der Vorstellung beim Finanzamt auch eine Gewerbeanmeldung herhalten. Neben dem zusätzlichen bürokratischen Aufwand und den Kosten der Gewerbeanmeldung bedeutet das für Studenten aber keine zusätzlichen Ausgaben:

  • Der Gewerbesteuerfreibetrag liegt bei 24.500 Euro Umsatz im Geschäftsjahr.
  • Eine Freistellung vom IHK-Pflichtbeitrag ist für die ersten beiden Jahre möglich.

Wer eine Tätigkeit als Freelancer während des Studiums anstrebt, wird früher oder später zusätzlich mit folgendem konfrontiert:

  • Anmeldung zur steuerlichen Erfassung beim Finanzamt
  • Gewerbeanmeldung (falls ein Gewerbe angemeldet werden muss)
  • Jährliche Steuererklärung
  • Dem Ausstellen von Rechnungen

Hört sich nach einer Menge Arbeit an? Dafür sind die Stundensätze als Freelancer auch deutlich höher, selbst während des Studiums. Und auch das Generieren von (oft ortsunabhängigen) Aufträgen geht leicht von der Hand, gibt es doch Jobbörsen wie Freelance Junior – hier inserieren Unternehmen speziell Aufträge, für die sie gerne mit studentischen Freelancern zusammenarbeiten würden.

(Bilderquelle: Pixabay.com – CC0 Public Domain)

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