Private Fernuniversitäten finanzieren sich zum Großteil über die eingehenden Studienbeiträge. Nicht alle Fernstudenten verfügen über die finanziellen Mittel, um diese monatlichen Kosten aufzubringen. Damit der Traum von einem Fernstudium nicht vorschnell endet, finden sich nachfolgend einige Tipps und Tricks, um die Kosten zu senken.

Stipendien erstrecken sich auch auf das Fernstudium

Ein Stipendium bietet Studierenden, die über keinen ausreichenden finanziellen Hintergrund verfügen, die Option, einen Teil der Kosten mithilfe des gewährten Geldes zu bezahlen. Um sich für ein Stipendium zu qualifizieren, ist zuerst Eigeninitiative gefragt. Als erster Ansprechpartner empfiehlt es sich, die ausgewählte Fernuniversität zu kontaktieren. Einige Anbieter gewähren eigene Stipendien an besonders begabte oder auch einkommensschwache Studenten. Als Nächstes kommen Stipendien in Betracht, die in einem bestimmten Bundesland oder bundesweit vergeben werden. Für gewöhnlich reicht eine kurze Internetsuche aus, um mehr über aktuell erhältliche Stipendien und deren Vergabekriterien zu erfahren.

Einige Arbeitgeber fördern die Weiterbildung der Angestellten

Das Fernstudium als Möglichkeit der beruflichen Weiterbildung wird inzwischen auch in immer mehr Unternehmen thematisiert. Bleibt engagierten Mitarbeitern aufgrund eines mangelnden Studienabschlusses eine Beförderung versagt, bringen Arbeitgeber dieses Thema oftmals von sich aus zur Sprache. Entscheidet sich der Mitarbeiter, einen Teil der zukünftigen Freizeit zum Lernen zu opfern, belohnen einige Unternehmen diesen Entschluss mit einem Zuschuss für die anfallenden Kosten.

Jedoch kann es sich in einigen Fällen um einen versteckten Kredit handeln. Um sich zu vergewissern, dass die Angestellten mit dem neu erworbenen Abschluss nicht zu einem anderen Arbeitgeber wechseln, wird in der Regel ein Vertrag aufgesetzt. Sollte das Vertragsverhältnis vom Arbeitnehmer innerhalb eines bestimmten Zeitraums beendet werden, muss der Zuschuss an das Unternehmen zurückfließen.

Nach Rabatten Ausschau halten

Beim Fernstudium sparen lässt sich auch mithilfe von Rabatten. Zahlreiche Fernuniversitäten werben mit Preisnachlässen für die ersten Monate oder auch das gesamte Bachelor- oder Masterstudium. Diese Rabatte können entweder von allen Studierenden in Anspruch genommen werden oder zielen auf bestimmte Gruppen ab. Denkbar ist in diesem Zusammenhang zum Beispiel ein Seniorenrabatt für Studenten über 50 sowie ein Rabatt für Soldaten oder auch Menschen mit Behinderungen.

Für einen reduzierten Studienbeitrag lohnt es sich zudem, nach dem Gründungsjahr der Fernuniversität Ausschau zu halten. Preisnachlässe werden besonders häufig zu runden Jubiläen, wie etwa dem 10 oder 20 Geburtstag einer Bildungseinrichtung gewährt. Wichtig ist es auch in diesem Fall zu vergleichen, ob der Rabatt zeitlich begrenzt ist oder sich auf die gesamte Studiendauer bezieht.

Die Studiengebühren von der Steuer absetzen

Das Fernstudium wird häufig begleitend zum Beruf absolviert. Die Ausgaben dürfen aus diesem Grund ebenfalls in der Steuererklärung Erwähnung finden. Das Finanzamt interessiert sich jedoch dafür, ob es sich um das erste Studium handelt oder dieser Abschluss als zusätzliche Qualifikation dient. Für ein Erststudium gilt eine Obergrenze von 6000 Euro. Dieser Studienabschluss wird offiziell als Sonderausgabe gewertet. Jeder weitere Studienabschluss fällt dagegen in die Kategorie der Werbekosten. Eine Obergrenze ist in diesem Fall nicht vorgesehen. Um eine möglichst hohe Summe zurückzuerhalten, zahlt es sich aus, im ersten Jahr einen Steuerberater als Unterstützung zu beauftragen.

Preisunterschiede der Anbieter vergleichen

Seit dem Start in das neue Jahrtausend haben dutzende private Fernhochschulen in Deutschland eröffnet. Die meisten dieser Anbieter sind zwar staatlich anerkannt, aber erhalten keinerlei finanzielle Zuwendungen vom Bund oder den Bundesländern. Aus diesem Grund steht es Fernhochschulen frei, die Höhe der Kosten für ein Studium selbst festzulegen. Hierbei ergeben sich zwangsläufig Unterschiede in der Zusammensetzung der Kosten sowie dem darin inbegriffenen Preis-Leistungs-Verhältnis. Ein Vergleich der Serviceleistungen im Verhältnis zum monatlichen Studienbeitrag kann ein erster Schritt dazu sein, mit den entstehenden Kosten ein möglichst hohes Paket an Leistungen zu erhalten.

(Bildquelle: Pixabay.com – CC0 Public Domain)

Von stephan

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