Medizinische Ausbildung zum Gefaßchirurgen

BeineDie Basis – das Medizinstudium

Das Medizinstudium in Deutschland hat eine Regelstudienzeit von 12 Semestern. Die Vorklinik dauert vom 1. bis 4. Semester und wird mit dem Physikum abgeschlossen. In der Vorklinik wird das Wissen über die Funktion und den Aufbau eines menschlichen Körpers (Anatomie und Physiologie) und Grundlagen in Chemie, Physik, Biologie, Psychologie, Soziologie und medizinischer Terminologie vermittelt.


Danach folgen die klinischen Semester. In diesen Semestern geht es um Krankheiten und deren Heilung. Im PJ, dem Praktischen Jahr, muss der Student seine erlernten Kenntnisse dann praktisch in einer Klinik anwenden.
Die angehenden Mediziner müssen das 1. Staatsexamen (oder Physikum), das 2. Staatsexamen vor dem Praktischen Jahr und das 3. Staatsexamen im Anschluss an das Praktische Jahr ablegen. Danach ist das Medizinstudium beendet und die Facharztausbildung kann beginnen.

Die Weiterbildung zum Gefäßchirurgen

Die Gefäßchirurgie ist inzwischen ein eigenes Fachgebiet und nicht mehr wie früher ein Schwerpunkt, den man in der allgemeinen Chirurgie gesetzt hat. Von daher kann man direkt nach Abschluss des Studiums mit der Facharztausbildung zum Gefäßchirurgen bzw. zur Gefäßchirurgin beginnen.

Gefäßchirurgie befasst sich mit der konservativen, endovaskulären oder operativen Behandlung der Blutgefäße.
Die Weiterbildung wird durch die Richtlinien der Weiterbildungsordnung der Ärztekammer geregelt. Sie dauert insgesamt 6 Jahre und unterteilt sich in 2 Jahre chirurgische Grundausbildung und eine 4 Jahre dauernde Spezialisierung.

Die Grundausbildung, der Common Trunc, umfasst allgemeine und fachübergreifende Grundkenntnisse in der Chirurgie, Basiskenntnisse praktischer chirurgischer Tätigkeiten, die Möglichkeit, im Stationsdienst, der Ambulanz und der Intensivmedizin Erfahrungen zu sammeln.

Während der darauf folgenden Spezialisierung auf Gefäßchirurgie geht es um Diagnose und Behandlung von Verletzungen, Erkrankungen (beispielsweise eine Venenentzündung) und Fehlbildungen des Gefäßsystems, der Entscheidung, ob operative oder konservative Behandlung indiziert ist.

Die operativen Techniken am Gefäßsystem werden in dieser Ausbildungszeit umfassend vermittelt, einschließlich hyperämisierender, resezierender und rekonstruktiver Eingriffe. Ebenso instrumentelle Untersuchungsverfahren wie Durchblutungsmessung oder Erhebung eines angiologischen Befunds.

(Bilderquelle: Pixabay.com – CC0 Public Domain)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.